Kinoprogramm

 

Kino-Startseite
Suche Neustarts
Nur Filme in Originalsprache  
Zurück
Die drei ??? - Das verfluchte Schloss
(Die drei ??? - Das verfluchte Schloss, Deutschland 2009, FSK: 6, 97 min.)
Abenteuer    Kinder-/Jugendfilm   

Hier läuft dieser Film!
Kurzbeschreibung:

Als Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews in Rocky Beach auf ein mysteriöses Videoband mit einer verschlüsselten Botschaft stoßen, ist für sie ziemlich schnell klar: Das ist ein Fall für die drei ???. Ihre Ermittlungen führen die Jungdetektive zu dem verlassenen Haus des verrückten Erfinders Terrill, das mit einem Fluch belegt sein soll. Daran will natürlich vor allem der erste Detektiv nicht glauben, dann beginnt das Schloss allerdings immer mehr ein Eigenleben zu entwickeln. (j.b.)


Das sagen die Kritiker zu diesem Film:

Erfindungsreicher Spuk
Von der Geisterinsel ins Geisterschloss: Die drei berühmten Fragezeichen-Detektive absolvieren mit jugendlichem Charme und jeder Menge furchtloser Cleverness ihr zweites Abenteuer.

Nicht alles, was aus der Hollywood-Filmfabrik kommt, ist von Erfolg gekrönt. Doch genauso gilt: Nicht alles, was von Hollywood ignoriert wird, muss erfolglos sein. Ein schlagender Beweis dafür war die Leinwandadaption der Jugendbuchreihe "Die drei ???": Als die Filmrechte nach jahrelanger Untätigkeit der großen Studios ausliefen, schlug eine deutsche Produktionsfirma zu und witterte auf dem heimischen Markt ein Riesen-Potenzial. Zu Recht: Nun kommt bereits der zweite Film um die drei neugierigen Hobby-Ermittler aus Kalifornien ins Kino und verspricht, an den Erfolg des ersten Teils anzuschließen.

Wie auch in "Das Geheimnis der Geisterinsel" vertraut das neue Abenteuer "Das verfluchte Schloss" auf die zeitlosen Werte der Buchvorlage: spannend erzählte, aber dennoch kinderfreundliche Geschichten mit vielen Klischees des Detektivromans, die jedoch lebendig und mit sympathischen Figuren unterhaltsame Kurzweil versprechen. Im Vordergrund steht das Dreikäsehochprinzip: Drei Jungs auf der Schwelle zur Pubertät, die - von unstillbarer Neugier und Wissensdurst geeint - am gemeinsamen Strang ziehen, um düstere Geheimnisse zu lüften und vertrackte Rätsel zu lösen.

Nach dem actionreichen Auftaktfilm feiern die Hauptakteure Justus, Bob und Peter zunächst zu einem höchst gewöhnlichen Anlass ein Stelldichein: Justus feiert Geburtstag, kann ihn aber nicht so recht genießen, weil ihn wehmütige Erinnerungen an seine auf mysteriöse Umstände ums Leben gekommenen Eltern plagen.

Willkommene Ablenkung verspricht ein merkwürdiger Clown, der sich unbemerkt Zutritt zur Party erschlichen hat und heimlich versucht, in das Arbeitszimmer von Justus Onkel einzubrechen. Bei dem Versuch, eine Videokassette zu stehlen, wird er von den drei Jungdetektiven gestellt und kann fliehen, wobei das Diebesgut zwar zurückbleibt, aber schwer beschädigt wird. Bei der Sichtung stellt sich heraus, dass nur ein Bruchteil der Aufnahmen unversehrt geblieben sind und dass es sich um eine Botschaft von Justus Eltern an ihren Sohn handelt. Sie bitten ihn scheinbar darum, ihren letzten Fall zu lösen. Auch sie waren offenbar Detektive.

Die bruchstückhaften Hinweise führt das Dreiergespann in den Norden Kaliforniens, wo sich Justus in einem abgeschiedenen Anwesen Antworten auf den rätselhaften Tod seiner Eltern verspricht. Obwohl ein grimmiger Sheriff versucht, sie abzuwimmeln, verschaffen sie sich Zugang zu dem Haus, in dem ein genialer Erfinder gelebt haben soll. Flugs entpuppt sich das Schloss als bis unter die hohen Zimmerdecken verwunschenes Geisterversteck. Doch selbst ein furchterregender Anruf aus dem Nichts, unerklärliche Erscheinungen und der hartnäckige Gesetzeshüter schrecken die drei Detektive nicht ab.

Regisseur Florian Baxmeyer, einstmaliger Gewinner des so genannten Studenten-Oscars, übernahm auch beim zweiten Fragezeichen-Film die Regie und setzt auf die bewährten Mittel des Gruselfilms: mächtige Türen, die sich wie von Geisterhand öffnen, geheimnisvolle Geräusche, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen, Einrichtungsgegenstände, die urplötzlich ein Eigenleben entwickeln - all das passt zum Genre. Aber klar, dass der Spuk durch die Cleverness der ??? bald als bloßer Schein entlarvt wird. Vielmehr versteckt sich hinter den unerklärlich anmutenden Geschehnissen ein diffiziles System aus Erfindungen eines Genies, der bereits im 19. Jahrhundert das vollautomatisierte Haus kreierte.

Ein Wermutstropfen des Films ist jedoch eben diese schematische Orientierung an den filmischen Vorbildern des Grusel-Genres. Die Geschichte, so engagiert sie erzählt sein mag, wartet mit nur wenigen Überraschungen auf und steuert mit erwartungsgemäßen Rückschlägen allzu geradlinig auf die Lösung zu. Junge Zuschauer werden sich nichtsdestotrotz gerne gefangen nehmen lassen von den klar gezeichneten und unterscheidbaren Charakteren, die einem möglichst breiten Publikum Identifikationsangebote unterbreiten.

Quelle: teleschau - der mediendienst

V:Walt Disney, D 2009, R: Florian Baxmeyer, D: Nick Price, Chancellor Miller, James Faulkner u.a.

Quelle: teleschau - der mediendienst